Innovation

13 Juli 2016

Blog

Der Eisenbahntransport hat sich seit 2 Jahrhunderten kaum verändert.

Der Bahngüterverkehr ist inzwischen beeindruckende 200 Jahre alt. Und in all dieser Zeit hat es kaum Veränderungen gegeben. Zugegeben, die heutigen Güterzüge sehen farbenfreudiger und stromlinienförmiger aus und sind auch ein wenig schneller. Das ist jedoch nichts im Vergleich zu den massiven Änderungen, die der Straßenverkehr allein in den letzten Jahren vollzogen hat. Kein Wunder also, dass der Bahngüterverkehr vom Straßenverkehr überholt wurde.

Man muss nicht das Rad neu erfinden, um die Bahn von Grund auf zu verändern

Zeit für einen Spurwechsel. Wenn die Bahnbranche im Güterverkehr von morgen noch eine Rolle spielen will, muss sie sich neu erfinden. Innovation ist das Schlüsselwort. Hier können wir von anderen Industriezweigen so manches lernen.

Ein Flugticket online kaufen? Nichts ist leichter, und inzwischen macht´s jeder. Jetzt stellen Sie sich vor, Sie könnten auch den Bahntransport von Ihrem Unternehmen nach - sagen wir mal - Warschau einfach online buchen. Wäre das nicht wunderbar? Und dabei auch noch die freie Wahl aus einer ganzen Bandbreite an Abfahrtszeiten, Transitzeiten, Preisen und anderem mehr haben. Diese Benutzerfreundlichkeit sollte jeder Bahntransportkunde erwarten dürfen.

Und dem steht auch gar nichts im Wege! Dafür muss natürlich dieses uralte Bahnproblem gelöst werden: „Wo ist meine Fracht?“ Man muss schon fast Bahnbetriebsmanagement studiert haben, um heute noch aus all den verzwickten Systemen, Positionscodes, Wagenstatusmeldungen usw. schlau zu werden und einen Güterwagen mit 120 Tonnen Fracht irgendwo zwischen Duisburg und Antwerpen zu orten, damit man annähernd weiß, wann er eintrifft. Oder? Nein, die Lösungen gibt es schon. Man muss sie nur anwenden.

Ich weiß auch, dass sich die Züge jetzt effizienter zusammenstellen lassen. Die meisten Lager sind heute vollautomatisiert. Überall sind Roboter im Einsatz, um die Güter zu kommissionieren und für den Versand vorzubereiten. Diese Art der Automation lässt sich ganz einfach auf einen Rangierbahnhof übertragen. Selbstfahrende Lokomotiven könnten Güterwagen gruppieren, die sich automatisch aneinanderkoppeln und dann zu Zügen zusammenschließen, welche dann direkt an den Zielpunkt fahren.

Die Fortschritte sind schon jetzt beachtlich, doch es bleibt noch viel zu tun. Der Bahnverkehr muss noch deutlich effizienter, zugänglicher und benutzerfreundlicher werden. Wir können bewährte Konzepte aus anderen Industriezweigen übernehmen und damit unsere Produkte, Leistungen, Qualität und unseren Service schlagartig verbessern. So verhelfen wir dem Bahnverkehr insgesamt zu einem ganz neuen Qualitätslevel. Erst dann bietet sich der Bahngüterverkehr als logische erste Wahl an.

Wir bringen neuen Wind in den Bahngüterverkehr.

Vielleicht sind wir nicht das größte Bahnfrachtunternehmen Europas, doch unser Streben nach Fortschritt kennt keine Grenzen. Wir wollen vorangehen und den Bahnverkehr endgültig in das 21. Jahrhundert führen. Mehrere Teams arbeiten bei uns rund um die Uhr, damit die oben dargelegten Konzepte Wirklichkeit werden. Dabei suchen wir gemeinsam mit unseren Kunden nach Wegen, unsere Bahnangebote besser auf ihre Lieferketten abzustimmen. Dies können wir schaffen, indem wir eine unserer Stärken ins Spiel bringen: Vorstellungskraft. Deshalb ermutigen wir jeden, der für uns arbeitet, mit eigenen Ideen zu unserer Zukunftsvision von der Bahn beizutragen. Viele dieser Vorschläge wurden bereits umgesetzt und haben unsere Betriebsprozesse vorangebracht.

Unser Bestreben ist es, sie zu 100 % zu digitalisieren und Massendaten somit optimal zu nutzen. Wir müssen nach Wegen suchen, unsere Branche weiter zu modernisieren. Die Neuerungen und Anwendungen, die wir derzeit entwickeln und einführen, mögen bescheiden anmuten, doch bringen sie uns in der Summe einen großen Schritt voran.

Wir sind stets auf der Suche nach kreativen Talenten mit Unternehmergeist, damit die Bahn der Zukunft möglichst schnell Gestalt annimmt. Gemeinsam schaffen wir Produkte, Dienstleistungen und ein neues Höchstmaß an Effizienz, um die modale Verlagerung konkret umzusetzen.

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