Modal Shift

Rail Freight Forward

Lineas ist ein Gründungsmitglied von Rail Freight Forward, einer Koalition europäischer Schienengüterverkehrsunternehmen, die bestrebt sind, die negativen Auswirkungen des Güterverkehrs auf unseren Planeten sowie die Mobilität durch Innovation und einen intelligenteren Verkehrsmix erheblich zu verringern.

Fast zehn Prozent aller CO2-Emissionen in Europa sind auf den Güterverkehr zurückzuführen. Dies liegt vor allem an unserer ausgeprägten Abhängigkeit von Lkws, zumal 75 Prozent des gesamten Güterverkehrs über die Straße abgewickelt werden. Jedes Jahr verbringt jeder Fahrer 120 Stunden im Stau, und 50.000 Menschen sterben frühzeitig an den Folgen von Luftverschmutzung und Verkehrsunfällen.

Bis 2030 soll der Güterverkehr um 30 Prozent zunehmen. Das entspricht in etwa der Größe des gesamten deutschen Güterverkehrsmarktes oder einer Million zusätzlicher Lkws auf europäischen Straßen. Wenn sich nichts ändert, werden die Auswirkungen auf unsere Umwelt und Gesellschaft verheerend sein.

Wir benötigen dringend eine Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene. Der Güterverkehr auf der Schiene ist ein wesentlich klimafreundlicherer Verkehrsträger. Das sind die Fakten: Die Eisenbahn stößt 9 Mal weniger CO2 aus, verbraucht 6 Mal weniger Energie und verursacht 8 Mal weniger Luftverschmutzung. Und sie löst unser Mobilitätsproblem.

Das Ziel der Rail-Freight-Forward-Koalition besteht darin, den Anteil des Schienengüterverkehrs bis 2030 auf 30 Prozent zu erhöhen. Wie dies erreicht werden soll, können Sie unter www.railfreightforward.eu nachlesen.

Was muss in Belgien geschehen?

Am 14. Dezember 2018 startete Rail Freight Forward auf der UN-Klimakonferenz in Kattowitz (Polen) seinen Aktionsplan, um die negativen Auswirkungen des Güterverkehrs auf unseren Planeten und die Mobilität erheblich zu verringern. Dieser Plan erklärt die für die Umsetzung der Verkehrsverlagerung erforderlichen Bedingungen und wurde vom neuen belgischen Forum der Schienengüterverkehrsbetreiber - Belgian Rail Freight Forum - auch in Belgien erläutert.

In Belgien hat sich das belgische Forum der Schienengüterverkehrsbetreiber zum Ziel gesetzt, das Volumen der auf der Schiene beförderten Güter bis 2030 zu verdoppeln. Dies soll durch eine fortgesetzte Konzentration auf innovative Lösungen erreicht werden, die in puncto Frequenz, Zuverlässigkeit, Flexibilität, Preis und Service mit dem Straßenverkehr mithalten können.

Darüber hinaus fordert das belgische Forum die Regierung auf, eine Verkehrspolitik zu entwickeln, die einen gesunden Verkehrsmix mit dem Schienengüterverkehr als Rückgrat fördert. Konkret wird die Regierung aufgefordert, Maßnahmen auf drei Ebenen zu ergreifen:

  1. Der Infrastrukturbetreiber Infrabel muss mit der Aufgabe, dem Mandat und den Ressourcen ausgestattet werden, ein qualitativ hochwertiges Schienennetz entsprechend den Bedürfnissen und der Mobilität der Kunden aufzubauen und zu betreiben.
  2. Die Regierung muss es für Unternehmen einfacher und günstiger machen, sich für den Schienenverkehr zu entscheiden. Dies kann durch eine partielle Erstattung der Kosten für die Verlagerung von Lkws auf Züge sowie der Kosten für die erste und letzte Meile erfolgen.
  3. Die Regierung sollte sich am Beispiel von Nachbarländern wie Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden orientieren. Diese Länder haben die Kosten für Trassen sowie die Kosten, die Betreiber für die Nutzung der Trassen zahlen, bewusst radikal gesenkt.

Wenn es uns gelingt, das Volumen an transportierten Gütern bis 2030 zu verdoppeln, werden 90.000 Lkws auf der Straße, 1,5 Millionen Tonnen CO2 und 2.000 Tonnen Feinstaub pro Jahr vermieden!

Weitere Informationen finden Sie in unserem Weißbuch http://www.railfreightforward.eu/belgium.